Freimaurerloge Zum hellleuchtenden Stern

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Das Logenhaus

Drucken

Die am 6.4.1811 in Celle gegründete Loge Zum hellleuchtenden Stern richtete ihr Domizil im ehemaligen Wohnhaus von Albrecht Thaer in der Rundestraße 3 ein.
Durch einen Mangel an verfügbaren geeigneten Führungskräften geriet die Loge nach 15 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in eine Schwächeperiode, die sie zum Bedauern vieler Brüder zwang, ihre Arbeiten zwischen 1826 und 1837 einzustellen.

Als sie 1837 wieder zu dauerhaft frischen Kräften gelangt war, mietete sie ein Nebengebäude des Hotels Sandkrug, das sogenannte Tanzhaus, zu ihrem Domizil. Es war vermutlich kurz vor 1700 erbaut worden. 1862 konnte die Loge es käuflich erwerben. Es liegt unmittelbar am Rand des Stadtzentrums in der Magnusstraße 2A und ist durch einen Torbogen und ein kleines Brückchen über den wassergefüllten Magnusgraben erreichbar.
Für die Celler Freimaurer verbindet sich mit Torbogen und Brückchen die symbolische Aufforderung, bei ihrem Durchschreiten die den Menschen hinabziehenden Versuchungen des Alltags hinter sich zurückzulassen und einen Bereich erhöhter geistiger Aufmerksamkeit zu betreten.

Logenhaus

Zum Schicksal des Hauses gehörte es, in den über hundert auf die Besitznahme folgenden Jahren immer wieder umgebaut und erweitert worden zu sein, um den steigenden Mitgliederzahlen und den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Man bildete alles um den sogenannten Tempel herum, der das Zentrum für die rituellen Zusammenkünfte ist und von Anfang an der gleiche Raum blieb. Seine jetzige wohlproportionierte, schöne Gestalt erhielt er wahrscheinlich 1909. Sein maximales Fassungsvermögen beträgt etwa 90 Personen.

1876 wurde der unter dem Tempel gelegene Festsaal auf 120 m2vergrößert und konnte 1975 dank des großzügiges Vermächtnisses des Br. Gerken Hermann Gerken, mit einem an ihn anschließenden und mit ihm verbindbaren Gerken-Saal nochmals erweitert werden, so daß er bis zu 150 Personen fassen kann.

 

Während des 1. Weltkrieges wurde 1916 an die Nordostseite des Hauses eine teilweise unterkellerte Kastellanwohnung angebaut, durch die eine Bewirtschaftung der Loge möglich wurde. Großzügige Spenden, insbesondere von Br. Wehl, machten diese Baumaßnahme möglich.

Die Zwänge der nationalsozialistischen Herrschaft veranlasste die Bruderschaft, das Logenhaus 1934 der Stadt Celle als Stiftung für kulturelle Zwecke zu übergeben.
1947 wurde es der Loge teilweise und nach gründlicher Renovierung am 5.4.1951 endgültig wieder als ihr Eigentum zurückgegeben.

Das Logenhaus ist eine Fachwerkkonstruktion und steht dank des Alters der ursprünglichen Anlage unter Denkmalschutz. 2002 konnte es am Tag des offenen Denkmals der interessierten Öffentlichkeit von innen und außen samt Gartenanlage gezeigt werden. Insgesamt verfügt es über folgende Räume: Hausmeisterwohnung, Tempel, Festsaal, Gerken-Saal, Bibliothekszimmer, Gesellschaftszimmer, Büro, Küche, Bar, zwei Toiletten und einige kleinere Kammern.
Viele Generationen von Freimaurern hat es immer wieder in dieses Haus gezogen, um der Freundschaft, der geistigen Abenteuer und der Suche des menschlichen Maßes willen; und immer noch ist hier ein Geist lebendig, der die Menschen bewegt, zum Wohle der Gemeinschaft und ihrer Kultur ihre Pflicht zu erfüllen. Jeder Wohlwollende ist hier herzlich willkommen und kann sicher sein, freundlich empfangen zu werden.


Impressionen

Logen Eingang In Memoriam Glasfenster
Tempel Arbeitstepich Tempel