| Die Freimaurerei nimmt ihre Mitglieder nicht unbesehen auf. Denn sie weiß, dass Anspruchslosigkeit gegenüber Männern, die sich ihr anschließen wollen, das geistige Sterben einer Loge einleiten würde. Sie macht jedoch für eine Aufnahme keine bestimmten Bildungsabschlüsse, beruflichen oder gesellschaftlichen Positionen zur Voraussetzung. In ihren 'Alten Pflichten' von 1723 heißt es: Zur Mitgliedschaft werden nur "gute, wahrheitsliebende und freie Männer von reifem und verständigem Alter" und von "gutem Rufe" zugelassen.
1. Ein Mann, der sich mit dem Gedanken trägt, Freimaurer zu werden, muss in sich das ehrliche Verlangen verspüren, menschlich vollkommener zu werden. In der Freimaurerei gilt nicht: "Bleib, wie Du bist!", sondern: "Werde besser, als Du bist!" Schlichte Neugier, Langeweile oder fehlender gesellschaftlicher Anschluss sind keine Motive für eine Aufnahme zum Freimaurer.
2. Ein Mann, der sich mit dem Gedanken trägt, Freimaurer zu werden, muss Ausdauer und Stetigkeit zum Grundprinzip seines Handelns gemacht haben. Strohfeuercharaktere sind nicht zum Freimaurer geeignet.
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Wir Freimaurer arbeiten |



