Freimaurerloge Zum hellleuchtenden Stern

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Fragen und Antworten

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Was ist und will die Freimaurerei? Sie ist eine brüderlich-freundschaftliche Verbindung von Männern, die sich in einem humanen, geistig-sittlichen Streben miteinander verbunden fühlen.
  • Sie lehrt den Freimaurer, in anständiger Gesinnung einen festen Stand zu erlangen.
  • Sie lehrt den Freimaurer, sein Tun am Denken und sein Denken am Tun zu prüfen.
  • Sie lehrt den Freimaurer, sich als ein soziales Wesen zu verstehen und sich von Recht und Gerechtigkeit, Duldsamkeit und Anteilnahme leiten zu lassen.
  • Sie lehrt den Freimaurer, Ehrfurcht zu haben vor dem, was über ihm, was seinesgleichen und was unter ihm ist.
  • Sie versteht sich als eine Kunst, in der sich der Freimaurer bildet, um in der ungezwungenen Haltung freier Menschlichkeit seine Pflicht zu tun, mit hochherzigem Sinn, Mannhaftigkeit, richtiger Selbsteinschätzung, Milde, Freundschaft und Standhaftigkeit gegenüber den Zufällen des Schicksals.
Wie unterscheidet sich die Freimaurerei von anderen Vereinigungen? Durch die besondere Art, in der sie ihre Ziele verfolgt.
Sie ist eine Anweisung zur Lebensführung, die nicht auf fest gefügten Lehrsätzen, sondern auf der symbolischen Darstellung menschlicher Pflichten, Tugenden, Möglichkeiten und Hoffnungen beruht.
Welche Gebräuche hat die Freimaurerei? Es sind die alten Bräuche der Steinmetzen, deren Bedeutung ins Sittlich-Humane erhöht wurde.
Diese Bräuche dienten den Bauhandwerkern in alter Zeit zur Darstellung ihres beruflichen Strebens und Ethos und als soziales Band. Ihre Kenntnis war der Ausweis der Zugehörigkeit zum Handwerksbund.
Die Gebräuche bestehen aus Zeichen, Redewendungen und Wechselgesprächen und in der sittlich-symbolischen Deutung der Gegenstände des Bauhandwerks.
Wie verhält sich die Freimaurerei zum Staat? Der Freimaurer ist seinem Staat treuen Gehorsam und freiwillige Mitarbeit schuldig. Er schätzt in ihm den Garanten seiner Freiheit und einer freien Entfaltung der Kultur.
Der Gehorsam endet dort, wo die Forderungen klar und eindeutig erkennbares Unrecht sind.
Der Freimaurer vereint Vaterlandsliebe und Weltbürgertum. In der Loge dürfen keine politischen Streitgespräche geführt werden.
Die Freimaurerei unterstützt keine politische Partei.
Wie verhält sich die Freimaurerei zu Religion und Kirche? Der Freimaurer ist in seinem religiösen Bekenntnis frei. Die religiösen Gefühle seiner Mitbrüder hat er zu respektieren.
Die Freimaurerei greift nicht in die Belange der Kirchen ein und bestätigt weder noch verwirft sie kirchliche Dogmen.
In der Loge dürfen keine religiösen Streitgespräche geführt werden.
Wie tritt die Freimaurerei nach außen in Erscheinung?

Das geschieht durch das Verhalten ihrer Mitglieder im täglichen Leben.
Sie nimmt zum politischen und religiösen Tagesgeschehen keine Stellung. Das ist Sache des einzelnen Freimaurers.
Ihre öffentliche Tätigkeit ist humanitärer Natur. Sie unterstützt Krankenhäuser, Altersheime, kulturelle Einrichtungen, hilft bei Notständen und verleiht jährlich den Kulturpreis der deutschen Freimaurer.

Wie verhalten sich die Freimaurer zueinander? Sie nennen sich in der Loge Brüder und stehen dort unabhängig von ihrer bürgerlichen Stellung auf gleicher Ebene.
In der Öffentlichkeit achten sie einander Stellung und Würde.
Zu bruderschaftlichem Verhalten gehören Rücksichtnahme, Verständnis, Vertraulichkeit, Wahrhaftigkeit und Hilfsbereitschaft.
Gegenseitige Hilfe ist freiwillig, unterliegt der persönlichen Entscheidung und wird nicht eingefordert. Sie entspringt meist einer persönlichen Freundschaft.
Worin besteht das freimaurerische Geheimnis? Die Freimaurerei hat kein geheimes Wissen und keine geheimen Lehren und macht kein Geheimnis aus ihrem Tun.
Als im eigentlichen Sinne geheim gelten nur die Erkennungszeichen. Was sie anstrebt, ist die Wahrung der Vertraulichkeit. Hierzu bedarf es der Tugend der Verschwiegenheit.
Das Wesen der Bruderschaft erfordert, dass an den freimaurerischen Zusammenkünften keine Außenstehenden teilnehmen.
Warum nimmt die Freimaurerei keine Frauen auf? Der historische Grund liegt darin, dass in der Handwerkszunft der Steinmetzen Frauen nicht zugelassen waren.
Die Freimaurerei lebt aus der Idee einer Bruderschaft, die ihre Mitglieder durch ein enges Freundschaftsband in einem männlichen Verhaltens-, Werte- und Erziehungssystem umschließt. Der Mann muss sich gelegentlich mit Seinesgleichen zusammen tun, um sich seiner Aufgaben zu vergewissern. Dies schließt nicht aus, dass sich die Freimaurer ihren Frauen, die in der Loge Schwestern genannt werden, besonders verbunden fühlen. An einer ganzen Reihe von Veranstaltungen ist deren Teilnahme erwünscht, einige sind diesen eigens gewidmet. Sie sollten mit Wesen und Zielen der Freimaurerei vertraut sein.
Vielen Logen sind lose Schwesternverbindungen geselliger, sozialer oder kultureller Art angeschlossen, und viele Frauen halten der Loge über den Tod ihres Mannes hinaus durch rege Teilnahme an den Veranstaltungen die Treue.
Es gibt allerdings sowohl Logen oder logenähnliche Verbindungen, die Frauen und Männer als Mitglieder aufnehmen, als auch reine Frauenlogen, die sich beide auf die Ideale der Freimaurerei berufen, mit der regulären Freimaurerei jedoch nicht verbunden sind.
Wie ist die Freimaurerei organisiert? Jede Freimaurerloge ist selbständig und muss sich ihr eigenes geistiges Gewicht geben. Um als Freimaurerloge anerkannt zu werden, muss sie jedoch einer nationalen Großloge angehören.
Die Großloge fordert die Erfüllung bestimmter formaler Voraussetzungen: Festgelegte Einrichtungsgegenstände, anerkannte Ritualtexte, Einhaltung der Gebräuche, Leitung der Loge durch regulär aufgenommene Freimaurer.
Über den nationalen Großlogen gibt es keine formalen internationalen Verbindungen oder Abhängigkeiten.
Die deutschen Logen sind dem deutschen Vereinsrecht unterworfen.
Alle wesentlichen Entscheidungen werden von den Mitgliedern in geheimer und gleicher Wahl getroffen.
Die Mitglieder regulärer Freimaurerlogen haben Besuchsrecht in allen regulären Logen der Welt.
Ist die Freimaurerei antiquiert? Die freimaurerischen Gebräuche sind wohl alt, aber die Ideen, die durch sie dargestellt werden, altern nicht.
Solange es Menschen gibt, die sich Gedanken darüber machen, wie sie handeln müssen, um ihren Platz in der Welt ehrenhaft ausfüllen zu können, und die sich fragen, was es mit der menschlichen Gesinnung und Gesittung auf sich hat, solange wird es auch eine Freimaurerei geben.
Sie wird nicht müde werden, den Menschen vor Augen zu stellen, dass es nicht gleichgültig ist, wie man denkt und wie man handelt und dass dieses Leben nur durch sittliche Anstrengung zu gewinnen ist.