Freimaurerloge Zum hellleuchtenden Stern

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Die Grade

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In der Johannis-Freimaurerei gibt es die drei Grade des Lehrlings, des Gesellen und des Meisters. In jedem dieser Grade soll der Freimaurer eine in ihm schlummernde Seite seiner natürlichen Anlagen durch Arbeit an sich selbst entfalten und so seine Persönlichkeit nach allen Seiten runden. Er bedenke jedoch, dass er auch als Meister immer noch ein Lehrling bleibt, denn das Leben prüft ihn bis zum letzten Tag.

Mit seiner Aufnahme ist der Lehrling ein Vereinsrechtlich - zum Beispiel bei Wahlen - vollberechtigtes Mitglied der Freimaurerei, mit der Ausnahme , dass nur ein Meister dem Vorstand angehören kann. Die Beförderung in den folgenden Grad werden bei regelmäßiger Teilnahme an den Veranstaltungen und dem Unterricht gewöhnlich nach jeweils etwa einem Jahr vorgenommen.

Der Lehrlingsgrad

Dem Lehrling wird das Wesen der Freimaurerei durch Symbole und symbolische Handlungen dargestellt, die ihm nichts dogmatisches vorschreiben, sondern ihn zu Entscheidungen in eigener Verantwortung anregen. Sie beziehen sich auf seine charakterliche, geistige und musische Entwicklung, die ihn zu einer ungezwungenen und beherrscht hochsinnigen Haltung führen soll und ihn erkennen lässt, dass alles Vergängliche von etwas Unvergänglichem durchwirkt ist, das dem Leben seinen Sinn gibt.

Schau in Dich!

Der Gesellengrad

Der Gesellengrad zeigt dem Freimaurer, dass er bei aller Ausbildung zu einer individuellen Persönlichkeit doch auch Glied eines höheren Organismus, der menschlichen Gemeinschaft ist. Er soll sich das feine, empfindliche Spiel der Verbindung mit seinen Mitmenschen bewusst machen, in heiterem Ernst mit ihnen zusammenarbeiten und erkennen, dass die Gemeinschaft zu Zielen gelangen kann, die zu erreichen dem einzelnen nicht möglich ist.

Schau um Dich!

Der Meistergrad

Der Meistergrad vergegenwärtigt dem Freimaurer, dass er sich so verhalten müsse, wie es seiner Bedeutung als ein Wesen zukommt, das über seinen Tod hinaus fortwirkend für sein Tun Verantwortung trägt. Der Meister beherrscht sein Handwerk in einer Weise, dass es zur Kunst wird. Er vollendet sich in seinen Schülern und ästet so nach einem Wort Goethes ins Unendliche. Der ihm als Symbol zugeordnete pythagoräische Lehrsatz deutet an, in welche geistigen Weiten vorzudringen einem Meister möglich ist.

Schau über Dich!

 

 

Die drei Grade
Öl auf Leinwand.
(signiert: "Strüdel 23",
Robert Strüdel, Straßburg,
1883 - 1938?)

Dieses Gemälde zeigt die symbolische Arbeit am rauen Stein in der Königlichen Kunst und den damit verbundenen Fortschritt der Erkenntnis in den Graden Lehrling, Geselle und Meister